Suchtprävention

Der Patient’s Social Club e.V. setzt sich aktiv für die Suchtprävention ein und bietet umfassende Unterstützung für Betroffene. Unser Ziel ist es, durch Aufklärung und fachkundige Beratung einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis zu fördern und Abhängigkeiten vorzubeugen.

Hier die wichtigsten Tipps für den Umgang mit Cannabis:

Go low and slow

Es sollten möglichst geringe Mengen konsumiert werden. Überdosierungen können zu Kreislaufproblemen, Angstzuständen und Erbrechen führen. Wichtig ist: Bewahre Ruhe, setze oder lege Dich hin und informiere eine Person deines Vertrauens oder bei Bedarf einen Arzt. Todesfälle durch Cannabisüberdosierungen sind nicht bekannt.

Zuckerhaltige Lebensmittel können bei Bedarf als Unterstützung für den Kreislauf dienen.

Vapen und oraler Konsum

Bei der Verwendung von Verdampfern (Vaporizern) werden deutlich weniger gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt als beim Rauchen, ihre Verwendung ist somit zu bevorzugen. Die orale Aufnahme von Cannabis bedeutet zwar keinerlei Belastung für die Lunge, jedoch tritt die volle Wirkung erst nach 45 bis 120 Minuten ein. Die Dosierung wird dadurch erheblich erschwert, womit diese Konsumform kaum für unerfahrene Anwender geeignet ist.

Mischkonsm vermeiden

Andere Drogen (z. B. Alkohol & Tabak) sollten nicht zusammen mit Cannabis konsumiert werden. Tabakkonsum kann viele schwerwiegende Folgen haben, das Suchtrisiko erhöhen und Langzeitschäden verursachen. Cannabis in Kombination mit Alkohol erhöht u. A. das Risiko von Kreislaufproblemen.

Kenn dein Grass

Durch fehlende staatliche Qualitätskontrollen ist Cannabis häufig mit Streckmitteln verunreinigt oder mit Schimmel belastet. Die Aufnahme dieser unerwünschten Zusatzstoffe birgt ein erhebliches Gesundheitsrisiko, weshalb vom Konsum in diesem Fall unbedingt abzuraten ist!

Der Konsum von Produkten mit synthetischen Cannabinoiden (sogenannte “Kräutermischungen”, “Spice” etc.)  sollten vermieden werden, da diese oft um ein vielfaches gesundheitsschädlicher sind als natürliches Cannabis!

Die Vielfalt der  Wirkungsweisen ist groß. Es ist sinnvoll, möglichst genaue Informationen über die Sorte, deren Eigenschaften und Wirkstoffgehalte anzufragen. Die Wirkung kann zwischen unterschiedlichen Personen und unterschiedlichen Konsummustern schwanken, daher ist gemäßigter Konsum grundsätzlich, aber insbesondere bei der Verwendung von neuen Sorten/Typen, dringend zu empfehlen.

Cannabidiol schwächt die psychoaktiven Effekte von THC. Ein CBD-Gehalt in Höhe von mindestens ca. 1,0 % erscheint daher sinnvoll. CBD kann außerdem gesondert, z.B. in Form von Öl, E-Liquids oder Kapseln, eingenommen werden. Entsprechende Produkte sind vollkommen legal erhältlich.

Wann du besser auf Cannabis verzichten solltest

Menschen mit psychischer Labilität, psychischen Erkrankungen oder Substanzkonsumstörungen sollten Cannabis erst nach ärztlicher Konsultation konsumieren. Aufgrund der gefäßerweiternden und pulssteigernden Wirkung von Cannabis gilt dies für Personen mit Herzerkrankungen bzw. Herz-Kreislauf-Problemen.

 

Schwangere sollten grundsätzlich kein Cannabis konsumieren!

 

Konsumiere kein Cannabis, wenn Du ein Fahrzeug führen musst! Das Koordinations- und Reaktionsvermögen wird durch den Rausch beeinträchtigt, eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr ist so auch mit dem Fahrrad nicht mehr gewährleistet. Bei Kontrollen ist regelmäßig der Entzug der Fahrerlaubnis die Folge. Alternativen sind z. B. der Weg zu Fuß, per Bus, U-Bahn, Tram, Bahn oder Taxi. Sei möglichst nicht alleine unterwegs.

Kein Cannabis in Kinderhand !

Wer Cannabis zuhause hat, sollte es unbedingt unzugänglich für Kinder und Jugendliche lagern.